
Rund 30 Jugendliche kamen bei der Ratssitzung der Stadt Viersen zusammen, um auf Initiative der Jungen Union Viersen, gegen den städtischen Haushalt zu demonstrieren. Dieser sieht eine Rekord-Neuverschuldung von über 29 Millionen Euro vor. Die jungen Leute hielten „Rote Karten“ hoch, um ihre Unzufriedenheit mit der geplanten Neuverschuldung ausdrücken, die zu Lasten der kommenden Generationen gehen und deren zukünftige Handlungsmöglichkeiten weiter einschränken wird. JU-Geschäftsführer Alexander Braden sieht darin eine grobe Missachtung der Generationengerechtigkeit: „Schulden sind nichts anderes als die Besteuerung der Zukunft, welche die nachfolgenden Generationen, eben die Jugend von heute, treffen wird. Wir fordern, dass dieses Leben auf Pump endlich ein Ende nimmt. Gerade vor dem Hintergrund unserer Kritik am Haushalt 2010 ist diese Aktion absolut vertretbar, da sich auch nach einem Jahr nichts geändert hat. Die Einnahmen sinken, die Ausgaben bleiben konstant hoch.“ Gleichzeitig ist sich die Junge Union sehr wohl bewusst, dass die Kommunen derzeit in einer finanziell schwierigen Lage stecken, aber erkennt die JU im Haushalt 2011 keinerlei Ansätze, entscheidende, strukturelle Defizite anzugehen. Um auf das klaffende Haushaltsloch hinzuweisen, war die CDU-Jugendorganisation bereits an mehreren Wochenenden mit einem eigenen Infostand in der Viersener Innenstadt vertreten und verteilte rund 3500 rote Karten an Viersener Bürger. Auch auf ihrer Homepage informieren sie über diese Aktion u.a. mit täglichen Sparvorschlägen.
Vorsitzender Magnus Schückes ergänzt: „Viele Kommunen sparen an allen Ecken und Enden, lediglich in Viersen ist die Bereitschaft an Veränderungen nicht vorhanden. Fehlt der Mut, fehlt der Wille oder fehlt einfach die Motivation? Bürgermeister und Kämmerer werden schließlich nicht dafür bezahlt, dass sie jedes Jahr denselben Entwurf präsentieren.“ Die Junge Union fordert weiterhin eine schlankere, straffere und effizientere Verwaltung, in welcher Hierarchien abgebaut und den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichzeitig mehr Verantwortung und bessere Bezahlung zugestanden werden. Außerdem solle die Stadt das Ehrenamt weiter fördern, aber auch einfordern. Mit freiwillig engagierten Bürgern ließe sich viel Geld sparen. „Zusätzlich müssen auch die Bürgerinnen und Bürger an den Sparmaßnahmen beteiligt werden. Auf einer Internetplattform könnte man über Sparvorschläge abstimmen und eigene Ideen einbringen. Wo ein Sparwille ist, da ist auch ein Weg!“ schließt Schückes ab.
Die Haushaltstipps der JU Viersen können Sie hier downloaden!