
Die Junge Union Viersen kritisiert den für das Jahr 2011 vorgestellten Haushalt und die städtischen Zukunftspläne des Bürgermeisters Günter Thönnessen. Der Haushaltsentwurf sieht ein Defizit von rund 27 Millionen Euro vor, die Thönnessen mit einem Strukturwandel der Stadt, speziell im Wohnungsbau, bewältigen will. „Der Ansatz des Bürgermeisters ist so nicht richtig. Viersen weist im Kreis den höchsten Altersdurchschnitt sowie den höchsten Anteil an Transferhilfeempfängern auf. Was wir brauchen sind aber vor allem junge Familien, die ihre Rechnungen selber bezahlen. Die Ausweitung des barrierefreien und allgemeinen Wohnungsbaus ist da nicht zielführend“, so JU-Vorsitzender Magnus Schückes, „seit dem letzten Haushalt im Frühjahr diesen Jahres hat sich nicht viel getan.“ Laut Schückes müsse die Stadt endlich in Konkurrenz zu den Nachbargemeinden treten und Familien aus Düsseldorf anwerben. Weiterhin müssen der Einzelhandel sowie die Gewerbebetriebe gestärkt werden. „Thönnessen setzt auf Wirtschaftsförderung, plant in seinem Haushaltsentwurf aber gleichzeitig die Abschaffung der Brötchentaste als auch das kostenfreie Parken in den Mittagsstunden und an Samstagen. Der Bürgermeister betreibt hier Augenwischerei. Man kann nicht Standortvorteile der Stadt aufgeben, während man dem Bürger eine hervorragende Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung vorgaukelt.“, erklärt Schückes weiter. Die Politik müsse sich entscheiden, in welche Richtung sich die Stadt bewegen will. Entweder attraktive Wohnstadt für junge Familien, ein begehrter Standort für Einzelhandel und Gewerbe oder eine Stadt im Abwärtstrend durch eine alternde und sinkende Bevölkerung. „Die Kreisstadt auf dem Weg zur Greisstadt? Die Jugend macht sich berechtigte Sorgen.“