
Mit Erschrecken reagierte die Junge Union Viersen auf die unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung an der Landtagswahl am vergangenen Sonntag. Nur rund 55% aller Viersener Wahlberechtigten machten von ihrem Recht Gebrauch. Bei Jugendlichen und Erstwählern liegt der Wert traditionell weit unter dem Mittelwert.
Die JU fordert daher konkrete Maßnahmen der Stadt Viersen, um speziell der Politikverdrossenheit Jugendlicher entgegen zu wirken. Die JU ist sich bewusst, dass Ursachen dieser vielschichtig und kaum zu bekämpfen sind. Die Stadt sollte den Schwerpunkt zur Minderung von politischem Desinteresse entsprechend nicht auf die Ursachenbekämpfung legen. Vielmehr sollte man Angebote schaffen, um Jugendliche für Politik zu gewinnen.
Ein Weg war das Kinder- und Jugendparlament unter der Amtszeit von Marina Hammes, welches alle zwei Jahre Kinder und Jugendliche gleichermaßen begeisterte und innovative Ideen wie den Abenteuerspielplatz am Konrad-Adenauer-Ring, die Sktateranlage an den Süchtelner Höhen sowie Hilfslinien für Fußgänger und Radfahrer in Kreuzungsbereichen in den Rat einbrachte, jedoch von Bürgermeister Thönnessen nicht fortgesetzt wurde. „Das Kinder- und Jugendparlament muss wieder eingeführt werden. Eine erfolgreiche Veranstaltung dieser Art nicht fortzuführen halte ich für höchst unverantwortlich.“ erklärt Magnus Schückes, Vorsitzender der Jungen Union Viersen. „Durch wenig Aufwand kann so den Jugendlichen eine Möglichkeit der Mitbestimmung geschaffen werden, welches sich in vielerlei Hinsicht bezahlt macht. Schließlich gehört politische Partizipation zu einem Grundgedanken unserer Demokratie. In Verbindung mit dem kommunalpolitischem Praktikum der Stadt könnte so ein bundesweit einzigartiger Weg zur Einbindung Jugendlicher geschaffen werden.“